Montag, 17. September 2012

Kampenwand (ja, richtig)

Und da wären wir dann schon wieder... An der Kampenwand... Hurra... :)
Also nicht dass man mich falsch versteht, ich find den Berg super. Astreine Aussicht, schöne Gegend und nette Hütten. Aber da es jetzt schon mein dritter Aufstieg war und es schon wieder danach aussah, dass ich es wieder nicht zum Gipfel schaffe, war die Laune leicht getrübt.
Also, nicht wirklich, aber es geht ja ums Prinzip :)

Dieses Mal verschlug uns nämlich ein Abteilungsausflug auf diesen schönen Berg.
Und der Zeitplan sah zunächst keine Gipfelbesteigung vor. Höchster geplanter Punkt war der Panoramaweg zwischen Sonnen- und Steinlingalm.
Treffpunkt war auf der Sonnenalm. Es gab nämlich zwei Gruppen. Eine "Wandergruppe" und eine "Seilbahngruppe". Ich gehörte zur Wandergruppe :)
Der Weg rauf war zwar bekannt, aber trotzdem wieder schön. Das Wetter war auch genau richtig. Eher etwas kühl, aber sonnig. Schnell waren wir dann auch oben an der Steinlingalm, von der man bereits einen wunderbaren Blick auf die Kampenwand hat.




Hachja, der Gipfel...
Aber es kam dann doch anders als gedacht :)
Als wir an der Sonnenalm ankamen, wurde nämlich schnell klar, dass wir hier nur kurz etwas trinken und dann mit allen zusammen wieder über den Panoramaweg zur Steinlingalm zurückgehen.
Dort sollte dann gegessen werden. Und genau JETZT öffnete sich das Zeitfenster für einen Abstecher zum Gipfel :)
Ausgezeichnet :)
Mein Mittagessen konnte noch etwas warten. Brotzeit hilft immer :)
Während die anderen dann schon die Mägen mit Weißbier, Leberkas und Speckknödelsuppe füllten, ging ein kleines Grüppchen dem Gipfel entgegen.
Und hier muss man wirklich sagen, dass dieser Anstieg echt schön ist.
Sobald man noch etwas unterhalb des Gipfels von den Felsen umringt wird, ergibt sich ein wunderbares Bild von dieser beeindruckenden Felswand.



Jetzt sollte man auch mal die Hände aus den Taschen nehmen, denn etwas steiler wirds dann doch.
An einer Stelle gibt es auch ein dickes Drahtseil, das zur Sicherung benutzt werden kann. Ein Klettersteig-Set benötigt man zwar nicht, aber das Seil sollte man trotzdem gut festhalten :)
Kurz später waren wir dann auch oben und durften die wunderbare Aussicht genießen.
Und natürlich sollte man auch das Gipfelkreuz erwähnen. Immerhin ist es das größte Gipfelkreuz Bayerns.

Und so hab ich es dann doch endlich auf den Gipfel geschafft. Im dritten Anlauf :)
Und wer weiß, vielleicht komm ich ja noch einmal wieder... ;-)

Montag, 13. August 2012

Auf den Jägerkamp (1746 m)

Die heutige Wanderung startete auf dem Spitzingsattel. Das ist direkt nördlich vom Spitzingsee. Dort gibts auch praktischerweise direkt einen Parkplatz. Allerdings sollte man recht früh kommen, da es schnell voll wird.
Vom Parkplatz sind wir richtig Nord-Westen gestartet. Und zwar über einen Weg, der nicht markiert, aber dennoch gut zu erkennen war. Dieser Weg führte uns zunächst in Serpentinen eine Wiese hinauf und verschwand dann bald im Wald. Da war es dann schlagartig total ruhig. Es war auch noch total nebelig und kein einziger Vogel machte Geräusche. Ab und zu konnten wir Tiere (wahrscheinlich Wild) hören, aber gesehen haben wir zunächst nichts.
Bis dann irgendwann ein Reh oder eine Hirschkuh oder sowas in der Art (ich bin da nicht der Fachmann...) vor uns auftauchte. Wir blieben ganz ruhig stehen und beobachteten es ein paar Sekunden. Der Versuch ein Foto zu machen hat aber dann nicht wirklich geklappt. Und unscharfe Versuche von einem verschwindenden Tier erspare ich euch an dieser Stelle :)

Wie erwähnt war es extrem nebelig und von der wunderbaren Aussicht (die wir sonst bestimmt gehabt hätten) sahen wir leider nichts. Dennoch konnte man einige schöne Momente einfangen.


Die Wanderung war generell einfach und nicht anstrengend. Richtig steil war es nirgends und so kamen wir schnell an der Jägerbauernalm vorbei. Eine Rast hatten wir aber noch nicht nötig, daher ging es direkt weiter auf den Gipfel, also auf den Jägerkamp.
Oben wehte ein recht frischer Wind und wir machten unsere Brotzeit daher 2-3 m unterhalb des Gipfels, wo es windgeschützter war.
Frisch gestärkt machten wir uns danach auf den Rückweg. Dieser sollte uns zunächst zur Schönfeldhütte führen. Mittlerweile wurde der Nebel etwas weniger und stellenweise konnte man sogar die Sonne erahnen.

An der Schönfeldhütte war auf jeden Fall noch genug Zeit für eine kleine Erfrischung. Und trotz des eher schlechten Wetters war die Laune gut. Bei kleinen und großen Kindern... :)

Auf dem Rückweg ins Tal lichtete sich dann endlich der Nebel und wir konnten zum ersten Mal (heute) einen Blick auf den Spitzingsee werfen.

Richtig sonnig wurde es aber natürlich erst dann, als wir schon wieder komplett unten waren.

Das ist aber gar nicht so schlimm. In der Gegend gibt es schließlich noch genug Berge, Wege, Gipfel, Hütten und noch vieles mehr und die Landschaft wird dann ganz bestimmt auch noch da sein :)

GPS-Track gibts hier:
https://maps.google.de/maps/ms?msid=201843603422759485409.0004c6fe9720807c1c2fe&msa=0

Samstag, 4. August 2012

Seekarkreuz (1601 m) - Lenggries, Mangfallgebirge

Heute stand eine gemütliche Runde im Mangfallgebirge auf dem Programm. Ich halte mich dieses Mal auch etwas kürzer als letztes Mal. Viel zu berichten gibt es ohnehin nicht.
Gestartet sind wir in Lenggries, am Schloss Hohenburg, und wollten dann über den Hirschtalsattel zur Lenggrieser Hütte und dann rauf zum Seekarkreuz. Danach wieder runter zur Lenggrieser Hütte und über den Grasleitensteig zurück nach Lenggries.
Genau so haben wir das auch gemacht.
Im Nachhinein wäre es allerdings besser gewesen, wenn wir die Tour genau andersrum gegangen wären.
Der Hinweg (also über den Hirschtalsattel) war nämlich komplett bis zur Lenggrieser Hütte durchgehend Forstweg. Steil war es auch nirgends. Man wäre diese Strecke auch problemlos mit einem Kinderwagen raufgekommen (okay, etwas größere Reifen wären schon von Vorteil).
Der Abstieg über den Grasleitensteig dagegen bestand die meiste Zeit aus Steinen und Wurzeln. Und die waren auch noch nass. Es war also wirklich rutschig. Daher geht man diese Tour bei Nässe am besten andersrum.
Generell war die Tour relativ unspektakulär. Das Wetter war teils bewölkt, teils aufgelockert. Allerdings kein Regen (wie letztes Mal).
Kurz vor der Lenggrieser Hütte konnten wir auch schon den Gipfel, das Seekarkreuz, erblicken.

An der Lenggrieser Hütte gabelte sich dann der Weg und man konnte zum Gipfel aufsteigen. Dieser Pfad war (endlich) etwas enger und steiler. Es ging ein Stück durch den Wald und danach kam man auf freie Grünflächen. Diese waren allerdings gut bevölkert von Kühen, die natürlich meistens mitten auf dem Weg standen und da auch nicht wirklich weg wollten. Naja, zur Not geht man halt um die Kuh herum. Nur auf Tretminen sollte man aufpassen... ;-)

Vom Gipfel hatten wir dann einen schönen Rundumblick über das gesamte Umland. Man konnte sogar die Tegernseer Hütte zwischen Roß- und Buchstein erkennen (rechts am Bildrand).

Auf der anderen Seite vom Berg zog in diesem Moment Nebel bzw. eine Wolke auf. Der Blick ins Tal blieb damit versperrt (jedenfalls für einige Zeit).


Hier noch ein Blick auf die saftigen Rinder.. äh Weiden ;-)

Der Abstieg war wie gesagt schwieriger als der Aufstieg, da der Grasleitensteig ziemlich rutschig war.
Hier wurde es auch voller und immer mehr Wanderer kamen uns entgegen. Ein Großteil davon wollte sicherlich in der Lenggrieser Hütte übernachten.

Fazit: Schöne Tour, beim nächsten Mal aber lieber in umgekehrter Richtung.
Den GPS-Track gibts hier:
https://maps.google.com/maps/ms?msid=201843603422759485409.0004c670c7f36f7dadbb4&msa=0&ll=47.660821,11.624908&spn=0.035205,0.077162

Sonntag, 29. Juli 2012

Zum Kärlingerhaus (1638 m) - Nationalpark Berchtesgaden

Ziel des Tages war das Kärlingerhaus im Nationalpark Berchtesgaden. Ursprünglich wollten wir dort übernachten, aber wir waren mit der Reservierung etwas (bzw. ziemlich) spät dran und selbst die Lager waren bereits alle ausgebucht. Daher wollten wir die Tour an einem Tag machen. Also morgens rauf zur Hütte und am Nachmittag wieder runter.
Zentraler Ausgangspunkt unserer Tour war der Parkplatz im Ort Königssee am Nordufer des gleichnamigen Sees. Von dort aus nahmen wir das erste Boot morgens um 8 zum Südufer, zum Ausstiegspunkt Salet. Zurück nach Königssee wollten wir dann von St. Bartholomä. Diese Ort liegt etwas weiter nördlich am Westufer des Sees. Wichtig war, dass wir rechtzeitig von unserer Tour zurückkommen, da der Rückweg nach Königssee von St. Bartholomä und Salet nur übers Wasser möglich ist und es in den Ort keine Übernachtungsmöglichkeiten gibt. Oder man macht eine weitere Bergtour :) Letzte Fahrt nach Königssee: 18:30. Wir hatten also ein festes Zeitfenster (hatten aber auch genügend Puffer).
Als wir nach der Bootsfahrt endlich in Salet ankamen, war es schon fast 9 Uhr. Das Wetter war allerdings herrlich und bereits sehr warm.
Für den Aufstieg zum Kärlingerhaus über den Sagerecksteig hatten wir ca. 4 Stunden eingeplant. Das war auch die Zeitangabe, die wir aus Büchern und Internet hatten. Auf dem Wegweiser stand allerdings 5 Stunden Aufstieg... Wir sind zwar meistens etwas schneller unterwegs, als die Zeitangaben auf den Wegweisern angeben, trotzdem wurde dann schnell klar, dass die Tour lang wird.
Zunächst ging es noch einige Minuten flach um den See herum. Dann begann schon schnell der Aufstieg. Direkt, steil, anstrengend. Schwierig ist der Steig nicht, aber wirklich anstrengend.

Wir waren froh, dass wir oft auch im Schatten laufen bzw. steigen konnten. Da wir schnell an Höhe gewannen, bot sich bald eine wunderbare Aussicht über Königssee, Salet mit der Saletalm, Obersee (südlich des Königssees) und St. Bartholomä.



Der Steig war schön, abwechslungsreich und, wie gesagt, anstrengend. Zwischendurch gab es immer wieder Stufen und Drahtseilsicherungen, wobei die Sicherungen eher psychologischen Effekt haben und nicht zwingend benötigt werden.

Der Blick über den Königssee war wirklich sagenhaft und so bot es sich immer mal wieder an eine kurze Pause für ein Foto zu machen (abgesehen davon, dass man in so einer Fotopause auch etwas durchschnaufen kann :) ).

Frei nach dem Motto "Es wird erst noch schlimmer, bevor es dann besser wird" wurde der Weg irgendwann etwas flacher und man hat fast schon gedacht, dass man den schlimmsten Teil hinter sich hat, als es dann schlagartig wieder sehr steil wurde.
Der Weg führte uns aber lange durch schattigen Wald mit malerischen Punkten und so wurden wir für die Strapazen mehr als entschädigt.

Toll war auch, dass wir wirklich allein waren. Keine Menschenmassen, die den Berg rauf rennen. Erst nach 2 Stunden sahen wir den ersten Menschen. Und der kam uns auch noch entgegen. Auf die rhetorische Frage ob es denn noch weit wäre, antworte er allerdings mit einen bestimmten und nachhallenden "Jahaaa!". Sehr aufmunternd. Ein netter Mensch... :)
Generell kann man sagen, dass der Steig im Aufstieg "besser" ist, als im Abstieg, da es stellenweise wegen vielen Steinen und Holz sehr rutschig ist.
Nach 2 1/2 Stunden kamen wir zum ersten Mal an eine Abzweigung, an der man entweder zur Wasseralm abbiegen oder weiter in Richtung Kärlingerhaus gehen kann. Wir gingen weiter in Richtung Kärlingerhaus, der Weg war relativ flach und bald kamen wir am Grünsee vorbei (der Name ist Programm).

Kurz nach dem Grünsee erreichten wir die sog. Himmelsleiter und es wurde für eine Weile wieder steiler. Meistens bestand der Weg aus vielen Stufen, die entweder aus Stein oder Holz waren.

Anschließend wurde es viel entspannter. Der Weg wurde flacher und auch die Aussicht änderte sich. Zu Beginn der Tour gab es noch sehr viel grüne Seen und grünen Wald, danach wurde es zunehmend felsiger.
Hier beginnt schließlich auch langsam das "Steinernde Meer".
An der nächsten Abzweigung konnten wir uns entscheiden ob wir zurück ins Tal nach St. Bartholomä oder zum Kärlingerhaus gehen wollten. Okay, DIE Entscheidung war nun wirklich nicht schwer. Es ging also zum Haus und wir erfrischten uns bei schönem Wetter und Blick auf den Funtensee.


Da der Aufstieg wie gesagt anstrengend und schweißtreibend war, hatte ich bei der Ankunft an der Hütte auch bereits mein komplettes 3-Liter-Trinksystem leer gesoffen. Auf der Hütte gab es aber zum Glück die Möglichkeit die Vorräte mit Trinkwasser wieder aufzufüllen.
Nach einer schönen Pause und großer Erfrischung machen wir uns dann auf den Rückweg.
Wir lagen gut in der Zeit, wollten aber auch nicht unnötig trödeln. Bis ins Tal waren es laut Wegweiser auch noch 3 1/2 Stunden.
Beim Rückweg hatten wir lange eine wunderbare Sicht auf den Watzmann.

Dass König Watzmann seine Untertanen gerne quälte (der Sage nach) durften wir kurze Zeit später übrigens auch noch selbst erleben...
Nach einiger Zeit kamen wir schließlich zur bekannten "Saugasse". Im Abstieg ist diese Anhäufung von steilen Serpentinen allerdings nicht wirklich schwierig.


Wie man vielleicht schon auf den Bildern erkennen kann, war das Wetter gar nicht mehr so sonnig. Ziemlich schnell waren Wolken aufgezogen und es regnete. Bisher allerdings nur sehr sehr leicht.
Das Gewitter kam dann schlagartig. Von jetzt auf gleich. Bumm. Donner. Regen. VIEL Regen...
Wir waren quasi schon nass bevor wir unsere Regenjacke geschlossen und das Regencape über die Rucksäcke gezogen hatten...
Weiter oben in der Saugasse sind wir an einer Höhle bzw. an einem Unterstand vorbeigekommen. Aber das war viel zu weit oben. Wir hofften also unterhalb von uns noch einen schützenden Felsvorsprung zu finden. Allerdings fanden wir lange nichts und waren unterhalb der Regenjacke total nass. Wasserdichte Schuhe nützen auch nichts, wenn die Schuhe von oben voll laufen :)
Irgendwann fanden wir einen Mini-Felsvorsprung und zwängten uns hinein. Die Körperhaltung war allerdings irgendetwas zwischen hocken und liegen. Immerhin. Schließlich ging es dann richtig los. Der Himmel (oder war es König Watzmann...) machte die Schleusen auf und das Naturschauspiel ging los. Blitz, Donner, Regen, Hagel, Wind... Der Weg war ein Fluss. Wenigstens waren wir halbwegs geschützt. Bei so einem Regen hilft auch eine Regenjacke nicht wirklich lange.
Fotos hab ich ab diesem Zeitpunkt übrigens keine mehr gemacht. Ich war froh dass noch ein paar Sachen trocken im Rucksack waren und wollte an diesem Zustand auch nichts ändern. Das GPS-Signal wurde auch gestört. Laut Track-Aufzeichnung waren nämlich zu diesem Zeitpunkt auf ca. 2500 m... Aber DAS wäre mir dann doch aufgefallen :)
Während das Wasser langsam von der Regenjacke in die Hose lief, hatten wir Gelegenheit uns zu überlegen, wie lange wir denn warten würden, bevor wir weiter ins Tal gehen. Ewig konnten wir schließlich nicht warten, da wir zwingend das letzte Boot erwischen mussten. Außerdem war der ganze Weg überschwemmt und wir wussten auch nicht ob uns das auf dem Rückweg behindern würde.
Der Regen ließ aber zum Glück etwas nach und irgendwann regnete es nur noch mäßig. Wir gingen also weiter. Nasser konnten wir eh nicht mehr werden.
Nach 5 Minuten kamen wir übrigens nochmal zu einem riesigen Felsvorsprung. Komplett trocken, sogar mit Bänken und genug Platz. Wären wir 10 Minuten vorher hier angekommen, hätten wir komplett trocken bleiben können. Naja, hilft nix :)
Immerhin nutzen wir dieses trockene Plätzchen um die erste Ladung Wasser aus den Schuhen zu gießen und eine trockene Schicht Kleidung unter die Regenjacke zu ziehen.
Dann ging es weiter in Richtung St. Bartholomä.
Der Weg war gut und wir konnten selbst bei dieser Nässe zügig gehen und es gab keine weiteren Verzögerungen. Wir waren daher auch schnell unten am Königssee.
Das letzte Stück zur Bootsanlegestelle wurde allerdings dann noch etwas kniffeliger als erwartet.
Durch die enorme Menge an Regen war der Weg überspült. Überall kleine und größere Flüsse, die da eigentlich nicht sein sollten.
Unterm Strich war es aber dann nicht so schlimm. An den meisten Stellen kam man mit etwas Anlauf und einem großen Sprung "trockenen Fußes" über die Rinnsale. Und falls man dann doch ab und zu mitten im Wasser landete -> die Schuhe waren eh schon nass. Schlimmer wurds also nicht :)
Mit dieser letzten Hürde war unsere Tour dann aber auch zuende. Wir erwischten um 17 Uhr ein Boot zurück nach Königssee und kamen dort auch wohlbehalten an.
Zu diesem Zeitpunkt schien übrigens wieder die Sonne :)

Auf jeden Fall eine schöne und abwechslungsreiche Tour. Wenn man genügend Zeit hat, ist der Aufstieg über den Sagerecksteig definitiv zu empfehlen. Ruhig, einsam und eine wunderschöne Aussicht. Der Rückweg über die Saugasse ist auch bei feuchten Bedingungen gut zu bewältigen.

GPS-Track findet ihr hier:

Montag, 21. Mai 2012

Teufelstättkopf (1758 m)

Die Tour, die für heute geplant war, sollte weniger weit hoch, dafür ein bisschen länger sein.
Und das war sie auch, allerdings nicht schwierig.

Gestartet sind wir vom Parkplatz beim Schloss Linderhof in den Ammergauer Alpen. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig, kostet aber nur 2 Euro (Stand: 19.05.2012). Außerdem nur für den Zeitraum von 17:00 bis 09:00 Uhr. Wer also spät ankommt und früh wieder fährt, kann auch kostenlos parken.

Der Weg führte uns zunächst durch den noch angenehm kühlen Wald immer schön den Berg hinauf.
Zwischendurch konnten wir immer wieder die schöne Aussicht genießen. Es war auch noch früh und bisher waren auch keine anderen Wanderer unterwegs. Wir hatten also unsere Ruhe :)

Nach ca. 2 Stunden stießen wir auf den Maximiliansweg. Dieser Weitwanderweg führt von Lindau bis nach Berchtesgaden und wurde benannt nach Maximilian II.
Wir folgten dem Weg ein Stück Richtung Osten und bald hatten wir einen atemberaubenden Blick auf das Pürschlinghaus (auch: August Schuster Haus).
Dieses Haus trohnt wunderbar gelegen auf einem Grat.


Nach ein paar Minuten erreichten wir auch das Pürschlinghaus und machten erstmal eine kurze Pause.
Von hier aus wollten wir zunächst auf den Teufelstättkopf und dann weiter Richtung Westen, nördlich am Laubeneck vorbei, über den Hennenkopf und rüber zu den Brunnenkopfhäusern.
Allerdings ist dieser Plan nicht wirklich aufgegangen, aber dazu später.

Nach der kurzen Stärkung ging es weiter auf den Teufelstättkopf.
Zunächst lag hier noch ziemlich viel Schnee und man musste etwas aufpassen.
Weiter oben gab es aber schließlich nur noch Felsen und keinen Schatten mehr. Der Schnee war beinahe überall getaut und wir konnten ohne Probleme den Gipfel vom Teufelstättkopf erklimmen. Trotzdem sollte man für das letzte Teilstück die Hände aus den Taschen nehmen. Zur Hilfe existiert auch noch ein Drahtseil, das den Aufstieg erleichtert. Die Felsen kurz vor dem Gipfel sind schon ziemlich speckig und abgegriffen, daher kann man sich auch ruhig etwas mehr Zeit lassen.


Oben auf dem Gipfel hat man einen wahrhaft schönen Ausblick auf die Alpen und besonders die Zugspitze.


Wie gesagt wollten wir nach diesem Gipfel weiter in Richtung Laubeneck. Wir konnten allerdings schon von oben aus sehen, dass der "Weg" dorthin ein einziges riesiges Schneefeld war. Auf der Nordseite lag nämlich noch jede Menge Schnee und die Querung, die wir hätten benutzen müssen, sah gar nicht gut aus.
Wir wollten uns die Sache allerdings dennoch von Nahem ansehen und dann entscheiden ob wir umkehren oder weitergehen.
Allerdings kamen uns auf halbem Weg schon einige Wanderer entgegen, die die gleiche Tour gehen wollten, aber dann umgekehrt sind, weil der Weg unter Schnee liegt und nicht zu erkennen ist. Einstürzende Schneebrücken und Lawinen waren also noch zu befürchten.
Da von uns noch keiner diesen Weg schon einmal gegangen ist und wir nur eine Spaß-Tour machen wollten, sind auch wir wieder umgekehrt.
Aber wenn der Schnee komplett getaut ist, kommen wir wieder :)

Es ging also wieder zurück zum Pürschlinghaus.


Von dort dann zurück auf den Maximiliansweg und dann immer Richtung Westen.
Dieses "und dann immer Richtung Westen" kann man übrigens wörtlich nehmen. Diese Querung scheint nämlich gar kein Ende zu nehmen. Gut also, wenn man es nicht eilig hat. Die schöne und warme Südseite läd jedenfalls immer wieder ein um ein Foto zu machen oder auch mal wieder eine kurze Rast zu machen.


Nach einiger Zeit trifft man wieder auf einen Forst- bzw. Reitweg, der einen entweder zurück ins Tal oder weiter in Richtung Brunnenkopf und zu den Brunnenkopfhäusern führt.
Wir sind noch das kurze Stück zu den Brunnenkopfhäusern gegangen und haben uns mit kühlen Getränken und Kuchen gestärkt. So lässt es sich aushalten :)

Der Rückweg ins Tal verläuft die ganze Zeit auf einem breiten und gemütlichen Weg und überraschend schnell ist man wieder zurück.

Wie gesagt war die Tour nicht sehr hoch, dafür lang. Und schön :)

GPS-Track gibts hier:
http://maps.google.de/maps/ms?msid=201843603422759485409.0004c08eedfe2a5633676&msa=0

Samstag, 5. Mai 2012

Von Bayrischzell zum Tatzlwurm

1. Mai und frei. Dazu noch jede Menge Sonne. Eine wirklich gute Kombination.

Um dem Standard-Stau auf der A8 zwischen München und Salzburg zu entkommen, haben wir uns dieses Mal in die BOB (Bayrische Oberlandbahn) gesetzt.
Mit insgesamt 8 Leuten und 2 Bayern-Tickets ist das außerdem auch noch bezahlbar.

Gestartet sind wir wie gesagt in Bayrischzell und wollten dann zum Tatzlwurm (oder auch Tatzelwurm).
Dieser Wurm ist natürlich kein richtiger Wurm, sondern ein Wasserfall.
Wer sich für den Mythos hinter diesem Namen interessiert, findet im Internet dazu jede Menge Informationen.

Um den Weg ein bisschen schöner und interessanter zu machen, sind wir nicht auf dem schnellsten Weg zum Ziel gegangen, sondern haben einen kleinen Umweg über das mittlere Sudelfeld gemacht. So konnten wir einige Zeit schön schattig im Wald und über Wiesen laufen.
Zum Glück war wirklich wenig los und außer uns sahen wir einige Zeit keine anderen Wanderer.
Lediglich ein Feuersalamander kreuzte einmal unseren Weg.


Obwohl die Tour nicht schwierig war, kamen wir auf dem Stück zum Sudelfeld doch ordentlich ins Schwitzen.
Danach war die ganze Tour aber nur noch ein gemütlicher Spaziergang durch schönes Panorama.
Eine Pause musste zwischendurch trotzdem sein :)


Von nun an ging es bergab (also nicht von der Stimmung, sondern vom Weg her) und wir liefen schon ein wenig an dem Bach entlang, der später zum Tatzlwurm wird.


Nach kurzer Zeit waren wir dann am Ziel und konnten uns in aller Ruhe den Tatzlwurm angucken. Es gibt zwei Brücken, eine etwas höher und eine etwas tiefer gelegen. Von dort aus hat man eine wirklich schöne Sicht auf den Wasserfall. Auf den beiden Bildern ist der untere Teil des Wasserfalls zu erkennen.



Soviel Wasser macht durstig...
Also haben wir noch eine ausgiebige Pause in der angrenzenden Wirtschaft gemacht und sind danach auf einem etwas anderen Weg zurück nach Bayrischzell gewandert.

Der GPS-Track ist hier zu finden:
http://maps.google.de/maps/ms?msid=201843603422759485409.0004befb10e5f3ddb4c15&msa=0

Kampenwand (schon wieder)

Da Freunde von mir Besuch hatten und das Wetter sehr gut war (30° im April...), haben wir uns spontan für einen Kurztrip zum Chiemsee entschlossen.
Also kurz das Zelt eingepackt und los gings.
Wir waren allerdings erst gegen frühen Nachmittag mit Zeltaufbau und Essen ( :-) ) fertig und daher haben wir den Nachmittag mit faul in der Sonne rumliegen und Tretbootfahren verbracht.
Auch schön :)


Am nächsten Tag stand dann die Wanderung auf dem Programm.
Die Vorhersage war super, das Wetter war dann aber doch eher bescheiden. Sehr bewölkt und überraschend frisch.
Naja, Bewegung hält warm :)


Die Tour war auch sehr entspannt. Allerdings lag oben natürlich überall noch Schnee. Da musste man schon mal aufpassen oder ab und zu seine Schuhe wieder ausleeren ;-)

Es ging allerdings nicht ganz hoch auf die Kampenwand, sondern wir haben nur den Panoramaweg benutzt.
Unterwegs stand trotzdem ein wenig Kletterei auf dem Programm.
Geht man den Weg von der Sonnenalm zur Steinling-Alm, kommt man direkt am Staffelstein vorbei.
Das ist ein recht freistehender Felsen mit einigen beliebten Kletterrouten.
Von der Südseite ist die Abstiegsrinne gut zu erkennen. Wer genau hinschaut, kann auch Maxime erkennen :)


Für den wirklich guten Ausblick, war dann allerdings doch noch etwas Kletterei nötig...


Auf dem Weg ins Tal kamen wir dann irgendwann an der Gori-Alm vorbei.
Durst und Hunger waren vorhanden, also war Zeit für eine Brotzeit.
Die Gori-Alm versorgt einen mit allem Nötigen. Herzhaftes Essen und Bier :)

Von der Gori-Alm hat man auch wieder einen herrlichen Ausblick auf die Kampenwand und auf den Staffelstein (auf der rechten Seite, dieses Mal von Norden aus).
Wer genau hinsieht, kann auch noch mindestens einen Kletterer in der Wand erkennen.



Nach der Stärkung ging es weiter in Richtung Tal. Der Schnee wurde weniger, dafür gab es wieder Wald, Wiesen und Flüße.
Naja, sagen wir lieber, es gab einen Bach.


Obwohl das Wetter an diesem Tag nicht so berauschend war, war es dennoch eine schöne Wanderung auf diesem sehr beliebten Berg.